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Welche Kritik kann man gegenüber H5P anbringen?

Mit H5P kann man viele Dinge machen – aber ist das denn überhaupt sinnvoll?

Axel Krommer zieht zu dieser Frage eine nicht von der Hand zu weisende Parallele zur “Learning Machine” von B. F. Skinner: Es werden “klar richtige” und “klar falsche” Antwortmöglichkeiten von Lehrenden festgelegt, und Lernende müssen diese stumpf pauken. Der Unterschied zwischen der mechanischen Vorrichtung aus den 50er Jahren und den einfachen H5P-Inhaltstypen wie Multiple-Choice-Aufgaben oder Lückentexten liegt eher in der Darbietung. Es gibt sicher Szenarien, wo auch dieses Vorgehen bzw. diese Lernanwendungen ihre Berechtigung haben, aber eigentlich sollte Lehren und Lernen heutzutage anders aussehen? Oder? Wie denn?

Da gibt es sicher viele gute Antwortmöglichkeiten. Eine, die im Netz recht populär ist, segelt unter der Begriffskombination “Zeitgemäße Bildung“. Er wird unter anderem von Dejan Mihajlovic benutzt. Schlicht als “Lernen im digitalen Zeitalter” fasst es Lisa Rosa. Für die Details ist die Lektüre ihrer Beiträge sehr zu empfehlen. Plakativ lässt sich aber das “alte Lernen” mit dem “neuen Lernen” wiefolgt gegenüberstellen:

Was heißt das nun für H5P? Bisher lassen sich die meisten H5P-Inhaltstypen schwerpunktmäßig wohl eher auf der linken Seite verorten. Also weg damit? Oder gibt es doch Wege in Richtung rechte Seite? Zu dieser Frage gab es auf edunauten.de zunächst einen Impuls, der schon einige Ideen liefern sollte.

Die Überlegungen anderer Edunaut:innen mündete dann in einen kurzen Text mit dem Titel: “Für welche Kompetenzen oder Inhalte kann ich H5P, Kahoot & Co didaktisch sinnvoll einsetzen?” Die kurze Antwort lautet dort:

Tools wie H5P, Learningapps und Kahoot dienen in den in den allermeisten Fällen nicht dazu, die Zielkompetenzen zeitgemäßer Bildung wie Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken (4K) direkt zu erlernen. Auch kann man mit diesen Tools allein keine offenen, problemorientierten, forschend-entdeckenden Lernangebote schaffen. Dennoch gibt es aus Sicht der Beitragsautor*innen mindestens drei Szenarien des didaktisch sinnvollen Einsatzes: H5P&Co. können dazu genutzt werden, grundlegende Kenntnisse oder Teilkompetenzen einzuüben, die wiederum Voraussetzung für die 4K-Kompetenzen sind. Auch offene Lernangebote enthalten oft strukturierte, geschlossene Teilschritte. Hier ist der Einsatz von diesen Tools aus unserer Sicht vorteilhaft, weil sie unmittelbares Feedback ermöglichen. Schließlich können Lernende selbst solche Aufgaben erstellen – zur Vertiefung und Festigung ihres Wissens/Könnens und zur Weiterentwicklung komplexer Kompetenzen wie Kollaboration und Kreativität.

Die etwas ausführlichere Antwort lässt sich natürlich auch im Text nachlesen.

Lektions-Schlagwörter: Axel Krommer, Bildung, Edunauten, H5P, Lisa Rosa, Unterricht, zeitgemäß
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