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Brainstorming gestalten und Fragen sammeln mit Flinga

Als sehr einfach nutzbares Webtool lernst Du in dieser Lerneinheit das finnische Webtool Flinga kenne. Flinga erfüllt alle Kriterien für ein offenes Webtool und kann für die Gestaltung von Online-Kollaborationsumgebungen genutzt werden. Direkt ausprobieren kannst Du Flinga hier und hier.

📄 Flinga erklärt

Grundsätzlich steht Dir bei Flinga eine Brainstorming-Umgebung (Flinga Wall) und ein kollaboratives Whiteboard (Flinga Whiteboard) zur Auswahl zur Verfügung. Die anbietende Person einer Online-Kollaborationsumgebung muss sich bei Flinga zur Nutzung kostenfrei registrieren und kann dann direkt die gewünschte Kollaborationsumgebung anlegen. Lernende können diese Umgebungen dann ohne Registrierung nutzen. Zum Teilen wird ein direkter Link, ein Code zum Eingeben und ein QR-Code zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung von Flinga-Umgebungen ist auf 5 Stück begrenzt. Wer das Maximum erreicht hat, muss eine frühere Umgebung löschen, um eine weitere anlegen zu können.

Schritt für Schritt gehst Du bei der Nutzung von Flinga folgendermaßen vor:

  1. Registriere Dich als lehrende Person auf flinga.fi.
  2. Entscheide Dich für eines der beiden möglichen Tools: Wall (= Pinnwand mit Karten) oder Whiteboard
  3. Gib einen Namen ein. Dieser ist später in der Browserzeile sichtbar.
  4. Teile Dein angelegtes Flinga über das Menü links. Vorab kannst Du noch Einstellungen zu Berechtigungen oder verfügbaren Farben/ Formen vornehmen.
  5. Postet Karten oder zeichnet gemeinsam. Inhalte werden rechts oben eingegeben.
  6. Exportiert Euer Ergebnis über das Menü ‘Export Session’, um daran z.B. in einem Etherpad weiter arbeiten zu können.

Im folgenden OERcamp Webtalk ist die Nutzung von Flinga anhand eines praktischen Beispiels detailliert erklärt. Dabei lernst Du zugleich die Weiternutzung gesammelter Inhalte in einem Etherpad kennen.

📝 Übung: Erstelle Dein erstes Flinga!

Jetzt bist Du dran! Nutze die obige Schritt-für-Schritt Anleitung um ein erstes Flinga zu erstellen. Registriere Dich dazu zunächst – und wähle dann wie dargestellt eine Wall oder ein Whiteboard aus. Teste es aus, unterschiedliche Einstellungen vorzunehmen, Inhalte zu veröffentlichen und diese später zu exportieren. Wenn Du nicht weiterkommst oder Unklarheiten hast, dann nutze die Telegram-Gruppe ‘Offene Webtools‘ (Jetzt über Telegram beitreten!) oder frage mich per Mail via support@ebildungslabor.de

💬 Austausch: Flinga zum Lehren und Lernen nutzen!

Der Einsatz von Flinga ist im Bildungskontext sehr vielfältig möglich: Einstieg in ein Thema und Aktivierung von Vorwissen, Sammlung von gemeinsamen Fragen während eines Vortrags zur anschließenden Beantwortung, kollaboratives Brainstorming zur Ideenfindung zu einer bestimmten Herausforderung, abschließende Reflexion eines Lernprozesses, kollaborative Kuratierung von Online-Inhalten, Gestaltung eines Akteurs-Mapping … Sicherlich hast Du noch viel mehr Ideen und vielleicht auch erste Erfahrungen. Teile sie in den Kommentaren!

Übrigens: Auf Twitter findest Du über den Hashtag #flinga ebenfalls einige Darstellungen, wie andere Flinga zum Lehren und Lernen genutzt haben. Ich mag z.B. sehr gerne die Möglichkeit eines ‘Gefühls-Statements’ mit Flinga zum Einstieg bei Videokonferenzen.

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10 Comments
  1. Bei Flinga fallen mir viele Möglichkeiten zum Einsatz ein.

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    • Ja, ich finde das Tool auch sehr, sehr vielfältig. Mein Lieblings-Einsatz ist zum Brainstorming mit anschließender Weiternutzung der Sammlung – wie im Video beschrieben. Und das Whiteboard als ‘virtuellen Stuhlkreis’ zu nutzen, finde ich auch eine sehr coole Idee.

      Reply
      • Hallo Nele,

        Was meinst du denn mit dem “virtuellen Stuhlkreis”? Das habe ich anscheinend übersehen.

        Reply
  2. Danke für die tollen Anregungen für Flinga! Ich kannte das Tool noch nicht und bin total begeistert!

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  3. Flinga macht richtig Spaß – würde es Sinn machen zwei accounts zu haben um zu testen was die Schüler sehen?

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    • Du brauchst keinen zweiten Account. Es reicht, wenn du dich ausloggst – und dann die eingerichtete Umgebung aufrufst. Das ist das, was Lernende sehen, da sie ja auch nicht registriert sind.

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  4. Ich finde es schade, dass der Export scheinbar nur als Excel-Tabelle, nicht jedoch als Bild oder weiterverabeitbare Varinate offline zur Verfügung steht. Das ist für die Brainstorming-Funktion mittels “Metaplankarten” in Ordnung, jedoch für das Whiteboard nicht ausreichend, außer man arbeitet ausschlielich textbasiert.

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  5. Mir gefällt Flinga auch sehr gut, weil ich so eine bewährte Technik aus dem Präsenzunterricht fast 1:1 umsetzen kann, nämlich Vokabeln vorzuentlasten. Ich schreibe einen Überbegriff an die Tafel und meine Deutschlernenden ergänzen alle Wörter, die ihnen zu dem Thema einfallen. Damit finden wir einen guten Einstieg ins Thema und die Studierenden sind vorbereitet.

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  6. Ixh habe Flinga auch fürs Brainstorming eingesetzt. Aber bei Flinga explore kann man auch Gedanken sammeln, die erst später allen gezeigt werden.
    Z.B. bereite ich ein bis zwei Sätze vor, die die TN anschließend mit eigenständigen Formulierungen erklären sollen. Dann gruppiere ich diese Kästchen um meinen vorgegebenen Satz herum. Toll ist hiebei, dass die Tn oder ich kleinere Fehler sofort korrigieren können – oder den Post auch löschen, wenn er nicht passt. Nur das mit dem Verlinken habe ich noch nicht so ganz verstanden und ist auch nicht immer intuitiv. Es passierte bisweilen, dass plötzlich Kästchen unabsichtlich verlinkt waren, und ich nicht wusste, wie ich das löschen kann (geht wohl auch über das Mülleimer-Symbol).

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  7. Was meinst du mit virtueller Stuhlkreis, Nele?
    Danke im Voraus!

    Flinga finde ich ganz gut.

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